Die Galapagos Inseln

Alle Inseln und Sehenswürdigkeiten in der Übersicht

Santa Cruz Insel

Bachas Beachs (Playa Las Bachas), Santa Cruz
Dauer der Besichtigung: ca. 1,5 - 2 Stunden
Wegstrecke: ca 1 Kilometer
Anlandung: nass
Der Bachas Beach oder Playa Las Bachas liegt an der Nordküste der Galapagos Insel Santa Cruz gegenüber von Baltra. Der Name Bachas stammt aus den Zeiten des Zweiten Weltkrieges, als Baltra als Stützpunkt der Nordamerikanischen Streitkräfte diente. Bachas stammt vom englischen Wort „barge“ (Barkasse). Die Streitkräfte hinterließen an diesem Strand die zerstörten Barkassen, deren Gerippe noch heute teilweise zu sehen ist.
Während eines Spaziergangs am Strand sieht man typische maritime Vögel wie Flamingos, Strandläufer und Blaufußtölpel bei der Futtersuche. Der Strand ist ebenfalls von Meeresschildkröten besiedelt (Chelonia mydas agassisi), die die Sanddünen zur Eiablage benutzen. Am Bachas Beach sieht man auch zahlreiche Zugvögel, die hier Halt machen.

Charles Darwin Forschungsstation, Puerto Ayora, Santa Cruz
Dauer der Besichtigung: ca. 2 Stunden
Wegstrecke: ca 1 Kilometer
Anlandung: trocken
Bei der Charles Darwin Forschungsstation handelt es sich um den Verwaltungskomplex des Galapagos Nationalparks der folgende Bereiche beinhaltet: die Charles Darwin Forschungsstation, die Verwaltung des Galapagos Nationalparks, die Aufzuchtstation Fausto Llerena, das Van Straelen Informationszentrum sowie den Strand Playa de la Estacion. Der Komplex befindet sich am östlichen Rand von Puerto Ayora auf der Insel Santa Cruz und ist vom Hafen aus in maximal 30 Minuten zu Fuß erreichbar.
Schwerpunkt der Besichtigung ist meist die Aufzuchtstation Fausto Llerena mit dem dazugehörigen Informationszentrum. In der Station werden Riesenschildkröten und Landleguane von der Insel Baltra nachgezüchtet, um diese dann auf den entsprechenden Inseln wieder auszuwildern. Ziel ist, den durch menschliche Eingriffe entstandene Schaden (teilweise Ausrottung von Riesenschildkröten im 19. Jahrhundert durch Seefahrer) wieder rückgängig zu machen. In der Aufzuchtstation fand man auch die berühmte Schildkröte Lonesome George, die die letzte überlebende Schildkröte der Insel La Pinta war. Man versucht bereits seit Jahren, die La Pinta Schildkröten vor der vollständigen Ausrottung durch eine Nachzucht mit Lonesome George zu bewahren. Dies ist bisher jedoch noch nicht geglückt.

Los Gemelos , Santa Cruz
Dauer der Besichtigung: ca. 30-45 Minuten
Wegstrecke: ca. 500 Meter
Anlandung: trocken
Die Einsturzkrater Los Gemelos liegen im Hochland der Insel Santa Cruz auf halber Wegstrecke zwischen dem Hafen Puerto Ayora und dem Flughafen Baltra. Die Krater werden meist auf dem Weg zum Hafen oder Flughafen besucht. Das Klima im Hochland von Santa Cruz ist feucht, teils regenerisch. Dies spiegelt sich in der dichten und grünen Vegetation wieder. Beim Rundgang entlang der Krater, welche nicht direkt durch vulkanische Aktivitäten entstanden sind sondern meist als eingestürzte Höhlensysteme bezeichnet werden, sieht man neben endemischen Pflanzen wie der Scalesia Pedunculata und Guayabillo auch zahlreiche Vogelarten (Landvögel wie der Pajaro Brujo (Hexenvogel)), die hier reichlich Nahrung und Schutz finden. Bei Wolkenfreiem Himmel hat man bei der Fahrt zu den Los Gemelos eine atemberaubende Aussicht über Santa Cruz.

San Cristobal Insel

Galapagos Informationszentrum, Puerto Baquerizo Moreno, San Cristobal
Dauer der Besichtigung: ca. 2 Stunden
Wegstrecke: ca 500 Meter
Anlandung: trocken
Das Informationszentrum liegt am östlichen Rand der Stadt Puerto Baquerizo Moreno auf der Insel San Cristobal gleich neben dem Hauptsitz der Nationalparkverwaltung. Die Fahrt vom Hafen zum Informationszentrum erfolgt in der Regel mit dem Bus. Das Informationszentrum bietet einen thematischen Rundgang zu den Themen Geologie, Biologie und Geschichte sowie Zukunft des Galapagos Archipels. Auf zahlreichen sehr anschaulich dargestellten Informationstafeln erhält man einen detaillierten Eindruck über die Entstehung der Inseln, die Artenvielfalt und Entstehung der Arten sowie die Geschichte der Besiedlung der Inseln durch den Menschen. Ebenfalls wird die Zukunft des Archipels thematisiert: der Tourismus, die Besiedlung und die wirtschaftliche Nutzung. Vom Informationszentrum beginnt auch der Rundgang zum Cerro Tijeretas.

Galapaguera - Cerro Colorado, San Cristobal
Dauer der Besichtigung: ca. 2,5 Stunden
Wegstrecke: ca 500 Meter
Anlandung: trocken
Die Galapaguera liegt im Südosten der Insel circa 20km von Puerto Baquerizo Moreno entfernt. Man erreicht die Galapaguera meist mit dem Bus. Bei der Galapaguera, welche am Fuße des Cerro Colorado gelegen ist, handelt es sich um eine Forschungs- und Aufzuchtstation für Riesenschildkröten der Gattung Geochelone Chatamensis, die auf San Cristobal endemisch sind. Neben den Schildkröten und der Aufzuchstation sowie einem Informationszentrum zum Thema Riesenschildkröten auf Galapagos sieht man auf dem Rundgang auch viele endemische Pflanzen, die hier angepflanzt wurden (z.B. Calandrinia Galapagosa, Psidium Galapageium, usw.)

Isabela Insel

Punta Moreno - Isabela Insel (Albermarle)
Dauer der Besichtigung: ca. 2-3 Stunden
Wegstrecke: bis zu 2 Kilometer
Anlandung: nass
Der Landungspunkt Punta Moreno liegt am Fuße der Vulkane Sierra Negra und Cerro Azul an der Nordküste im südlichen Teil der Insel Isabela. Die Landschaft wird von den großen Lavaströmen dominiert, in denen sich zahlreiche Lagunen gebildet haben. Der Weg ist aufgrund der Lavagesteine etwas beschwerlich. Man findet an den Lagunen Flamingos und zahlreiche Vogelarten. Die Lavaströme sind außerdem durch drei Kakteenarten bewachsen. An der Küste wachsen Mangrovenwälder, in denen sich die Meeresechsen aufhalten. Vom Punta Moreno hat man bei gutem Wetter eine tolle Aussicht auf die drei großen Vulkane der Galapagos Inseln: Sierra Negra, Cerro Azul und Fernandina.

Las Tintoreras, Isabela
Dauer der Besichtigung: ca. 2 Stunden
Wegstrecke: ca. 200 Meter
Anlandung: nass
Las Tintoreras sind kleine Inseln die im Südosten von Puerto Villamil auf Isabela gelegen sind. Die Inseln erreicht man mit dem Beiboot der jeweiligen Yacht. Die Inseln aus Vulkangestein des Typs AA bilden eine Bucht, die bei Niedrigwasser vom Meer getrennt ist. In dem glasklaren , niedrigen und ruhigen Gewässer innerhalb der Tintoreras sammeln sich viele Fisch- und Tierarten um auszuruhen und sich aufzuwärmen. Man findet hier Seelöwen, Meerechsen, Meeresschildkröten, Rochen und kleinere Haiarten. Rund um die Tintoreras findet man kleiner Mangrovenwälder (rote und weiße Mangroven) sowie die endemische Pflanzenart Nolana Galapageia.

Urbina Bay - Isabela Insel (Albermarle)
Dauer der Besichtigung: ca. 3-4 Stunden
Wegstrecke: bis zu 3 Kilometer
Anlandung: nass
Der Landungspunkt Urbina Bay liegt am Fuße des Vulkans Alcedo an der Westküste der Insel Isabela gegenüber der Insel Fernandina. Die Landschaft entstand durch eine tektonische Hebung, bei der ein Korallenriff aus dem Meer trat. Bei der Wanderung durch das von Büschen bewachsene Land lassen sich sehr gut Landleguane und teils auch Riesenschildkröten beobachten. Die buschige Vegetation dient vielen Vogelarten als Unterschlupf. Der Strand eignet sich bestens zum Schnorcheln und Baden.

Floreana Insel

Post Office Bay - Floreana (Charles / Santa Maria)
Dauer der Besichtigung: ca. 1,5 Stunden
Wegstrecke: ca. 200 Meter
Anlandung: nass
Die Post Office Bay auf der Insel Floreana ist ein historischer Ort, der schon vor Jahrhunderten von Menschen betreten und genutzt wurde. Walfänger, Piraten und andere Reisende richteten hier eine Poststelle ein, die noch heute von den Touristen zum postalischen Austausch benutzt wird. Man hinterlässt seine Karte und nimmt eine Karte mit, die an einen Empfänger in der Nähe des eigenen Wohnortes adressiert ist und sendet diesen Brief dem entsprechenden Empfänger zu. Neben dem Postfass und dem Strand kann man im landesinneren auch einen Lavatunnel besuchen und sieht Überreste von einer Fischkonservenfabrik aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts.

Punta Cormorant - Floreana (Charles / Santa Maria)
Dauer der Besichtigung: ca. 2 - 2,5 Stunden
Wegstrecke: ca. 700 Meter
Anlandung: nass
Der Punta Cormorant liegt an der Nordküste der Galapagos Insel Floreana. Hier befindet sich eine Lagune, in der sich oft größere Schwärme von Flamingos aufhalten. Auch findet man dort Galapagos Enten, Stelzenläufer, Austernfischer und Regenpfeifer. Des weiteren eignen sich der olivgrüne und weiße Strand besonders gut zum Schwimmen. Die Strände werden von Dezember bis März von den Meeresschildkröten zur Eiablage benutzt. Eine Besonderheit sind die endemischen Pflanzenarten Scalesia vellosa und Lecocarpus pinaffitidus.

Espanola Insel

Gardner Bay - Española (Hood)
Dauer der Besichtigung: ca. 3 - 4 Stunden
Wegstrecke: ca. 500 Meter
Anlandung: nass
Die Gardner Bay ist ein Besuchspunkt an der nördlichen Küste der Insel Española (eine der tierreichsten Inseln des Galapagos Archipels und eines der Highlights einer jeden Galapagos Kreuzfahrt).
Bei der Gardner Bay handelt sich sich um eine der schönsten Buchten des Galapagos Archipels mit einem wunderschönen Sandstrand. Die ruhigen und warmen Gewässer eignen sich besonders gut dazu, die Unterwasserwelt beim Schnorcheln zu erkunden. Seelöwen und allerlei tropischer Fische und Meeresbewohner sind hier anzutreffen. Natürlich kann man auch herrlich schwimmen.
Aber auch ein Spaziergang am Strand lohnt sich, da es einige tropische Vogelarten und auch Zugvögel zu beobachten gibt. An der Gardner Bay kann man zum Beispiel gleichzeitig drei unterschiedliche Arten von Darwinfinken beobachten: Kaktus-Grundfink (Geospiza scandens), Klein-Grundfink (Geospiza fuliginosa) und Waldsängerfink (Certhidea olivacea).
Der Besuch an der malerischen Gardner Bay bleibt meist für immer im Gedächtnis hängen.

Punta Suarez - Española (Hood)
Dauer der Besichtigung: ca. 2 Stunden
Wegstrecke: ca. 2 Kilometer
Anlandung: trocken
Española (auch Hood) ist eine der tierreichsten Inseln des Galapagos Archipels und liegt im äußersten Süden. Punta Suarez ist eines der Highlights der Galapagos Inseln, das nur weniger Worte bedarf.
Man trifft am Punta Suarez auf Meerechsen, Blaufußtölpel, Nazca- oder Maskentölpel, Galapagos Tauben, Galapagos Nachtigall, Geckos, Gabelschwanzmöwen, Albatrosse, Galapagos Bussarde und weitere tropische Vogelarten und Zugvögel. Auf Española sind die meisten Tierarten endemisch was mit der Abgelegenheit der Insel begründet wird. So hat sich zum Beispiel die Nachtigall auf Española zu einem Fleischesser entwickelt.
Ein weiteres Highlight ist das Blowhole (El Soplador) am südlichen Ende des Punta Suarez. Je nach Wellengang spuckt das Loch Meerwasser meterhoch in die Höhe.

Genovesa Insel

Darwin Bay / Bahia Darwin, Genovesa (Tower)
Dauer der Besichtigung: ca. 2-2,5 Stunden
Wegstrecke: ca. 1,5 Kilometer
Anlandung: nass
Die Galapagos Insel Genovesa liegt circa acht Bootsstunden von Puerto Ayora entfernt. Sie ist die nordwestlichste Insel des Archipels und aufgrund der großen Population an Vögel auch bekannt als die Vogelinsel. Genovesa ist ein Schildvulkan, woher der Name Tower abstammt.
Geankert wird in der Darwin Bay an einem Korallenstrand, ein durch die Brandungserosion eingebrochener Vulkankrater. Die Darwin Bay ist daher von hohen Klippen umschlossen (ehemals die inneren Kraterwände des Vulkans) - eine einmalige und eindrucksvolle Landschaft. Der Rundweg führt vom Strand durch Mangrovenwälder vorbei an kleinen Lagunen, dem idealen Nistplatz für Seevögel. So verwundert es nicht, dass man in der Darwin Bay sehr viele Seevögel zu Gesicht bekommt, die hier brüten und aufgrund der Nahrungsreichtums auch leben: Rotfußtölpel, Blaufußtölpel, Maskentölpel, Fregattvögel, Tropikvögel, Bahamaenten, Lavamöven, Gabelschwanzmöven, usw. Ein einmalige Erlebnis für Vogelfreunde. Vereinzelt findet man auch Seelöwen an der Küste und Darwinfinken der gattung Geospiza Conirostris im Hinterland.

El Barranco - Prince Phillip's Steps, Genovesa (Tower)
Dauer der Besichtigung: ca. 2-2,5 Stunden
Wegstrecke: ca. 1,5 Kilometer
Anlandung: trocken (je nach Wellengang auch nass)
Die Galapagos Insel Genovesa liegt circa acht Bootsstunden von Puerto Ayora entfernt. Sie ist die nordwestlichste Insel des Archipels und aufgrund der großen Population an Vögel auch bekannt als die Vogelinsel.
Der etwas anspruchsvolle Weg führt nach einer abenteuerlichen Anlandung über Stufen auf eine Steilklippe, die sogenannten Prince Phillip's Steps. Oben angekommen wandert man auf dem Rundweg durch die Nistplätze zahlreicher Vogelarten. Dazu zählen Blaufußtölpel, Rotfußtölpel, Nazcatölpel und Fregattvögel. An den Klippen brüten Wellenläufer und Sturmtaucher.

Santiago Insel

Puerto Egas (James Bay), Santiago
Dauer der Besichtigung: ca. 2 Stunden
Wegstrecke: ca. 2 Kilometer
Anlandung: nass
Puerto Egas im Nordwesten der Insel Santiago und ist ein schwarzer Sandstrand am westlichen teil der James Bay. Bis 1964 wurde erfolglos durch Hector Egas versucht, Salz im "El Crater" abzubauen. Reste der dazu gebauten Siedlung sind heute noch zusehen. Die Fauna beheimatet Galapagos-Habichte und Galapagos-Lavaechsen. Der Pfad führt entalng der Küste mit wunderschönen Gezeitenpools und Höhlen voller Tiere. Auch die Galápagos-Seebären kommen hier zum Sonnenbaden her. Des Weiteren kann man hier hervorragend Schnorcheln gehen.

Playa Espumilla, Santiago
Dauer der Besichtigung: ca. 2 Stunden
Wegstrecke: ca. 0,5 Kilometer
Anlandung: nass
Espumilla Beach liegt an der Nordküste der Insel Santiago. Man findet hier einen Palo Santo Wald und einen Strand, der den Meeresschildkröten (Chelonia midas agassizi) als Nistplatz dient. Espumilla Beach ist berühmt für seine Meeresechsen und roten Klippenkrabben. Die Krebse ziehen jagende Fischreiher an, die dabei ihren Jäger-Beute-Tanz vorführen. Der Artenreichtum der Meeresfauna wie z.B. Kraken, Muränen und Haie lassen Schnorcheln hier zu einem einzigartigen Erlebnis werden.

Fernandina Insel

Fernandina (Narborough)
Dauer der Besichtigung: ca. 2,5-3 Stunden
Wegstrecke: ca. 1 Kilometer
Anlandung: trocken
Fernandina ist die jüngste Galapagos Insel. Da sie direkt über dem Hot Spot liegt ist der Vulkan der Insel auch der aktivste Vulkan der Galapagos Inseln (letzter Ausbruch 2005). Besuche auf Fernandina sind stark eingeschränkt und es gibt nur einen Landungspunkt an der nordwestlichen Küste, Punta Espinoza. Hierbei handelt es sich um die Ausläufer eines Lavafeldes welches sich von den Flanken des Vulkans bis ins Meer erstrecken. Man trifft in Punta Espinoza auf große Kolonien von Meerechsen (Amblyrhynchus cristatus), die sich an den nahrungsreichen Küsten sonnen und von Algen ernähren. Bekannt ist Fernandina jedoch vor allem aufgrund der flugunfähigen Cormorane (Galapagosscharbe, Stummelkormoran, Phalacrocorax harrisi), die sonst nirgends auf den Galapagos Inseln anzutreffen sind. Aufgrund des Fehlens natürlicher Feinde auf Fernandina hat der Vogel seine Flugfähigkeit im Laufe der Evolution eingebüßt.
Der Rundgang am Punta Espinoza ist jedoch auch geologisch höchst interessant. Man findet hier verschiedene Lavagesteine, aus denen man Rückschlüsse auf die Entstehung der Inseln schließen kann. Als Pflanze ist der Lavakaktus (Brachycerus nesioticus) hervorzuheben, welcher die frischen Lavafelder besiedelt hat.

Santa Fe Insel

Santa Fé (Barrington)
Dauer der Besichtigung: ca. 1,5 Stunden Festland zzgl. 1 Stunde Schnorcheln
Wegstrecke: ca. 800 Meter
Anlandung: nass
Santa Fé ist mit circa 3,9 Millionen Jahren eine der ältesten Inseln des Galapagos Archipels. Der Landungspunkt liegt am nordöstlichen Ufer der Insel. Besichtigt werden kann der Sandstrand, ein Opuntien Wald sowie die tropische Lagune mit türkisfarbenem Wasser.
Auf Santa Fé starben die Riesenschildkröten zuerst aus. Da es keine Nachzüchtungen gab, sind keine Exemplar mehr auf der Insel anzutreffen. Eine Besonderheit der Insel ist jedoch eine spezielle Unterart der Landleguane, die nur hier anzutreffen ist. Dabei handelt es sich um die Conolophus pallidus Art, welche sehr groß und hellhäutig ist. Diese findet man jedoch nur sehr selten vor. Am Sandstrand findet man daneben eine Kolonie von Seelöwen sowie mit etwas Glück in den Büschen Fischadler, Reiher und Darwinfinken.
Äußerst interessant ist die Lagune zum Schnorcheln. Man trifft auf Seelöwen, diverse Rochen, kleinere (ungefährliche) Haiarten, diverse tropische Fischarten, Meeresschildkröten sowie mit etwas Glück auf Tunfische, die hier besonders groß werden.

Rabida Insel

Rabida (Jervis)
Dauer der Besichtigung: ca. 2 Stunden
Wegstrecke: ca. 1 Kilometer
Anlandung: nass
Die Galapagos Insel Rabida bzw. auch Jervis besucht man an der nordöstlichen Küste. Die erste auffällige Sehenswürdigkeit ist der rote Sandstrand, welcher von großen Seelöwenkolonien bevölkert wird. Dahinter befindet sich eine Lagune die von Pelikanen als Nistplatz benutzt wird. Man findet jedoch auch vereinzelt die Seelöwen in der Lagune und auch Flamingos. Selten trifft man auf Rabida auch den Galapagos Bussard an.
Die komplette Insel ist von einem Palo Santo Wald überzogen, der in den höheren, feuchten Lagen grünlich schimmert und in den unteren, trockenen Lagen silbrig glänzt. Auch findet man einen kleine Ansammlung von Opuntien, schwarzen Mangroven und Salzbüschen.
Eine tolle Aussicht hat man von der Landzunge, die sich westlich des Strandes befindet.
Die östliche Steilküste und der Sandstrand eignen sich sehr gut zum Schnorcheln. Hier trifft man auch auf Blaufußtölpel und Nazca- bzw. Maskentölpel, die in kleinen Höhlen an der Steilküste brüten.

Bartolome Insel

Bartolomé (Bartholomew)
Dauer der Besichtigung: ca. 4 Stunden (ca. 2 Stunden pro Sehenswürdigkeit)
Wegstrecke: ca. 2 Kilometer
Anlandung: nass und trocken
Die Insel Bartolomé bietet zwei Besuchspunkte: den Strand mit dem Pinnacle Rock sowie der Aussichtspunkt auf dem zentralen Vulkan der Insel.
Der Strand und der Pinnacle Rock (nasse Anlandung) sind einmalige Schnorchelreviere. Neben den Galapagos Pinguinen (Spheniscus mendiculus) dier hier einen Brutplatz unterhalten trifft man hier auch auf Meeresschildkröten sowie zahlreiche tropische Fischarten. Die Dünen am Strand werden von den Meeresschildkröten zur Eiablage benutzt und sollten daher nicht betreten werden.
Der Weg auf den auf 120m Höhe gelegene Aussichtspunkt (trockene Anlandung) führt über Holztreppen. Die Holztreppen wurden errichtet um der Erosion des vulkanischen Gesteins vorzubeugen, welches hier extrem leicht und zerbrechlich ist. Auf dem Weg findet man kleinere Lavatunnel sowie eine bizarre vulkanische Landschaft welche mit seltenen Kakteenarten bewachsen ist. Vom Aussichtspunkt hat man eine tolle Aussicht auf einen Unterwasserkrater, die Inseln Santiago und Santa Cruz sowie natürlich auf den Strand und den Pinnacle Rock. Der Aufstieg lohnt sich besonders bei Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang.

Plazas Insel

Islas Plazas (Plazas Sur)
Dauer der Besichtigung: ca. 2 Stunden
Wegstrecke: ca. 1,5 Kilometer
Anlandung: trocken
Von den beiden Plazas Inseln (Islas Plazas) auf Galapagos, die an der Ostküste von Santa Cruz liegen, kann nur die südliche Insel Plazas Sur besichtigt werden. Vom Kanal aus führt die Wanderung hinauf zu den Klippen von wo aus man eine tolle Sicht auf Santa Cruz, die Gordon Rocks und Santa Fé hat.
Bekannt ist die Insel für die zahlreich auftretenden Galapagos Landleguane, die hier auch Hybride bzw. Kreuzungen aus Landleguanen und Meerechsen vorkommen (männliche Meerechsen paaren sich mit weiblichen Landleguanen). Das große Vorkommen der Landleguane wird durch das Vorhandensein der Lieblingsnahrung der Landleguane begünstigt (Sukkulenten wie Sesuvium edmonstonei und Portulaca oleracea und natürlich Opuntien Kakteen).
Man findet auf Plazas Sur auch eine große Kolonie von Seelöwen (Zalophus wollebaeki). Am östlichen Ende trifft man vor allem auf alte, männliche Seelöwen, die hier ihre letzten Tage verleben.
An den windigen Klippen leben verschiedenste Vogelarten darunter die Gabelschwanzmöwe (diese Möwenart kommt nur auf den Galapagos Inseln vor), Rotschwanz-Tropikvögel, Nazca- bzw. Maskentölpel, und Königsschwalben.

Seymour Insel

North Seymour (Seymour Norte)
Dauer der Besichtigung: ca. 2,5 bis 3 Stunden
Wegstrecke: ca. 2 Kilometer
Anlandung: trocken
North Seymour liegt im Norden der Insel Baltra (South Seymour) und Santa Cruz. Die Insel ist kein Vulkan sondern entstand durch Bodenhebungen. Daher hat diese auch eine charakteristisch flache Form (tellerförmig) und man findet zahlreiche Fossilien von Meeresbewohnern auf der Insel.
Beim Rundgang auf North Seymour besucht man den südwestlichen Teil der Insel. Zu Beginn sieht man einige Seelöwen beim Sonnen und Fischen an der steinigen Steilküste. Danach führt der Weg entlang der Küste, wo man Nester von Blaufußtölpeln findet. Im zentralen Teil der Insel der mit Büschen bewachsen ist findet man die Nester der Fregattvögel und Landleguane. Die Landleguane sind jedoch nicht endemisch sondern wurden um 1930 von Baltra (South Seymour) eingeführt. Auf North Seymour lebt die größte Kolonie von Fregattvögeln auf den Galapagos Inseln.
Die Küste rund um North Seymour eignet sich auch besonders gut zum Schnorcheln und Tauchen.

Baltra Insel

Baltra (South Seymour)
Dauer der Besichtigung: -
Wegstrecke: -
Anlandung: -
Die Insel Baltra bzw. South Seymour wird normalerweise nicht besichtigt. Auf Baltra befindet sich einer der beiden Flughäfen von Galapagos. Der Flughafen Baltra hat dabei das größte Passagieraufkommen. Von Baltra beginnen die meisten Reisen und Kreuzfahrten auf dem Galapagos Archipel. Baltra ist der Flughafen von Puerto Ayora auf Santa Cruz, welches per Bus, Fähre und Taxi erreicht werden kann.
Baltra war ein Stützpunkt der Streitkräfte der USA um den Seeverkehr über den Panamakanal kontrollieren zu können. Aus dieser Zeit stammt auch der Flughafen auf der Insel Baltra. Noch heute finden sich vor Ort zahlreiche Ruinen, die von der Nutzung durch die USA zeugen. Man findet auf Baltra aufgrund der intensiven Nutzung so gut wie keine Tiere.


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